Reichenberger Kiez

Cafegespräch zu Verdrängung und Rassismus

Cafegespräch zu Verdrängung und Rassismus, 28.5., 19 Uhr,
im Nachbarschaftshaus Urbanstraße, Urbanstraße 21

Bereits 1973 titelte der Spiegel “Die Türken kommen – rette sich wer kann” und sprach von einer Invasion in die Städte wie Berlin, München oder Frankfurt. Soziologen prophezeiten den Städteverfall, Kriminalität und soziale Verelendung. Es folgte 1975 der Zuzugsstopp in die Bezirke Kreuzberg, Wedding und Tiergarten. Und erst in den 80er Jahren öffnete sich der Soziale Wohnungsbau für MigrantInnen.

Heute ist häufig davon die Rede, dass die Verdrängung von ärmeren Mieterinnen und Mietern aus der Innenstadt besonders Menschen mit Migrationshintergrund betrifft. Sie werden aus den gewachsenen Strukturen herausgerissen, müssen Freunde und Familie verlassen. Damals hieß es “Die Türken kommen — rette sich wer kann” , heute ist “Klein-Istanbul” mit seiner kulturellen Diversität und den alternativen Lebensentwürfen zum Imagefaktor für das sogenannte “interkulturelle” Berlin geworden. Diejenigen, die um den Erhalt dieser Nachbarschaft damals mitgekämpft haben und auch heute wieder kämpfen, müssen sie oft verlassen, weil sie nicht genug verdienen, um eine höhere Miete zahlen zu können oder weil sie sich gegen höhere Mieten wehren. Wir haben für das Cafegespräch einige Menschen eingeladen, die sich gegen die Verdrängung aus ihrem Wohmumfeld gewehrt haben und die aus ihrer Sicht Erfahrungen mit Rassismus schildern.

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