Reichenberger Kiez

Stadtteilarbeit

Die Stadtteilarbeit im Reichenberger Kiez zielt darauf ab, die Vorschläge, Ideen und Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner aufzugreifen und umzusetzen. Aktivitäten der Stadtteilarbeit drehen sich zum Beispiel um die Begrünung nicht genutzter Flächen, und die Förderung von Barrierefreiheit im Kiez.

Besondere Relevanz hatte in den letzten Jahren das Thema der Mietsteigerungen und der damit einhergehenden Verdrängung in andere Stadtteile. Es bleibt weiterhin so, dass viele Mieterinnen und Mieter wegziehen müssen und dass neue Bewohnerinnen und Bewohner in den Stadtteil kommen, die höhere Mieten zahlen können.

Aber es trifft nicht nur Wohnungsmieter: Alteingesessene Vereine und Arztpraxen am Paul-Lincke Ufer und in der Reichenberger Straße sind durch Kündigungen und Mieterhöhungen in ihrer Existenz bedroht. Der Wegzug von BewohnerInnen verändert auch die Bedingungen von Projekten der Jugendhilfe sowie der Arbeit von Kitas und Vereinen. Zugleich entstehen laufend weitere Cafes und Kneipen, die den Stadtteil beleben, aber auch dessen Charakter verändern. Wir sind mit der Frage konfrontiert: Welche Räume wollen wir, welche Räume fehlen uns und wer kann über Wohnraum, aber auch die Art und Weise von öffentlichen und halböffentlichen Treffpunkte bestimmen?

Zugespitzt haben sich diese Konflikte zuletzt beim Thema Zwangsräumungen: Im Oktober 2012 wurde zum ersten Mal seit langer Zeit eine Zwangsräumung durch Nachbarn in der Lausitzer Straße verhindert. Bei einem zweiten Räumungstermin im Februar 2013 konnte die Räumung dieser Familie nicht verhindert werden, aber es fanden sich mehr als 800 Menschen zum Protest gegen die Räumung ein.

Für viel Aufsehen sorgte auch die Besetzung einer Schule: Im Dezember 2012 wurden die leerstehenden Gebäude an der Ecke Ohlauer Straße / Reichenberger Straße von Flüchtlingen und einem Sozialen Zentrum besetzt. Dies hat die Debatte um die zukünftige Nutzung des Gebäudes angefacht.

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